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Checkliste für Systemintegratoren

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checkliste für systemintegratoren

Checkliste für Systemintegratoren

Heute gibt es einen Blog, welcher in Kooperation mit der KNX Association veröffentlicht wird!

Diese Woche möchte wir auf das Thema „Schritt-für-Schritt-Projektmanagement – Teil 1: Start des Projekts“ näher eingehen mit einer Checkliste für Systemintegratoren

“Die Bedeutung von Systemintegratoren wird unterschätzt!” – Zitat „Unbekannt“

Vermutlich werden die meisten Leser dieses  Artikels die obige Aussage bestätigen können. Der sogenannte “Unbekannte” könnte quasi jeder Systemintegrator sein.

Und der Grund ist einfach: Die Mehrheit der Kunden nimmt nur das Offensichtliche wahr, oder im Fall des Integrators: Das Endergebnis. Punkte die nicht offensichtlich  sind wie z.B. Schulung, Vorbereitung und tatsächliche Arbeit, die in dieses Projekt investiert wurden, um die Anforderungen des Kunden maximal zu erfüllen, werden von Vielen nicht als Aufwand gesehen.  Es kann sein, dass dem Kunden die ausgewählten Marken, die Sicherheitsaspekte, die verfügbaren Lösungen und sogar die Technologie bekannt  sind – weniger bekannt ist ihnen jedoch die eigentliche Arbeit eines Systemintegrators.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Arbeit des Integrators und den notwendigen Schritte, welche den Projektstart erleichtern:  „Checkliste für Systemintegratoren – Teil 1“

Stellen Sie die richtigen Fragen!

Eine einfache Handhabung  und ein zufriedener Kunde sind das Ergebnis einer guten Vorbereitung. Unter bester Vorbereitung versteht man,  Kundenbedürfnisse zu erkennen. Um herauszufinden welche Vorstellungen der Kunde hat, müssen die richtigen Fragen gestellt werden:

  • Wie will der Kunde seinen Lebensraum gestalten?
  • Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Haus / Gebäude haben sollte?
  • Wer wird das Projekt bewohnen?
  • Wie werden die Räume genutzt und von wem?

Erst wenn Sie diese Informationen vom Kunden haben, können Sie ihm ein effektives, intelligentes Gebäudeautomationssystem anbieten.

Beispiele:

  • Lagerraum → Bewegungssensoren
  • Hobbyraum → Staubsauger
  • Fitnessraum → Klimaanlage + Luftqualität
  • Wäscherei → Nässe-Alarm
  • Wintergarten → Schattierung, Belüftung, Temperaturregelung

Am besten ist es, dem Kunden ein paar „Hausaufgaben“ zu geben: Fragen Sie, welche Räume sich in welchem Stockwerken befinden und welche Anforderungen für diese Zimmer bestehen. Vom Keller bis zum Dachgeschoss und der Garage müssen alle Bereiche berücksichtig werden.

Ihre Aufgabe

Erst wenn Sie sich völlig sicher sind, was Ihr Kunde eigentlich will, sind Sie an der Reihe.

  • Definieren Sie einen Beleuchtungsplan für jeden Raum, basierend auf den Bedürfnissen des Kunden:

o   Welche Geräte müssen geschaltet werden?

o   Wo wird gedimmt?

Sobald der Kunde weiß, was er will, beginnen Sie mit der Ausarbeitung  eines Plans für die Steuerung von Jalousien, Fenstern, Türen und Toren und legen deren Funktion fest.  Prüfen Sie,  ob weitere technische Geräte vom Gebäudeautomationssystem gesteuert oder daran angeschlossen werden müssen.

Beispiele sind:

  • Schwimmbad
  • Wärmepumpe
  • Gartenbewässerungssysteme
  • Heimkino
  • etc.

Abschließend besprechen Sie mit Ihrem Kunden ein Sicherheitskonzept und klären Sie ihn über mögliche Konsequenzen auf. Oft ist es für  die Kunden nicht offensichtlich, welche Folgen einige der Sicherheitsentscheidungen haben könnten. Wenn zum Beispiel die “interne Alarmaktivierung” ein Kundenwunsch ist, sollte er auch wissen, dass er keine Fenster von Hand öffnen darf, da dies den Alarm auslösen würde. Oder beispielsweise bei Haustierbesitzer kann es zum Auslösen der Alarmglocke kommen, wenn  ein System mit Bewegungssensoren gewünscht wird.  Überdenken Sie den Plan genau und halten Sie Rücksprache mit dem Kunden. 

Kundenaufgaben

Es ist wichtig auch dem Kunden etwas Verantwortung zu übertragen, damit das Projekt entsprechend ausgeführt werden kann.

  • Bitten Sie Ihren Kunden, anhand der Fragen, die zu Beginn gestellt wurden, festzulegen, welche Funktionen in jedem Raum erforderlich sind.
  • Erklären Sie Ihrem Kunden, dass er eher an Funktionen als an konventionellen Schaltfunktionen denken muss.
  • Wichtig: Weisen Sie Ihren Kunden darauf hin, welche Steuerelemente möglicherweise künftig benötigt werden.

Der letzte Punkt zeigt die hohe Expertise des Integrators, da wir dann auch von einer nachhaltigen Installation sprechen können.

Zukünftige Bedürfnisse könnten sein:

  • Die Nutzung eines Zimmers ändert sich, nachdem die Kinder ausgezogen sind.
  • Möbel werden neu arrangiert.
  • Familienmitglieder, die besondere Pflegebedürfnisse haben. 

Definieren der Nutzungsgewohnheiten des Kunden

Wie bereits gesagt, lebt der Kunde im Haus und nutzt daher die Installation. Wenn es um die Nutzung geht, muss diese daher so sein, wie sie dem Kunden gefällt.

Was muss also definiert werden?

  • Tastsensoren:   links für an, rechts für aus?  Zentrale Funktionen immer am unteren Rand? Außerdem: Verwendung von Status-LEDs?
  • Wünscht er Fernbedienungen?
  • Will der Kunde zentrale Bedienfelder, Touch-Displays oder optische Displays?
  • Wie soll die Raumtemperatur geregelt werden?

Zusammenfassung

Die Verwendung  dieser Checkliste erleichtert Ihr Projekt und macht Ihre Kunden glücklich. Da der Kunde von Anfang an involviert war, wird auch das Gesamtbild des Projekts deutlich und es ermöglicht den Kunden, nicht nur Ihr Fachwissen zu verstehen, sondern auch Ihre Arbeit und Erfahrung zu schätzen.

Um am besten vorbereitet zu sein, folgen Sie einfach den Schritten der beschriebenen Checkliste. Weitere Informationen zu KNX und die einfache Installation dieser offenen Technologie finden Sie unter Start@KNX. 

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